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STUDIUM DER GEOGRAFIE

Vielseitig und interdisziplinär

Das Studium der Geografie ist durch eine große Themenbreite in der Ausbildung gekennzeichnet. Grundvoraussetzung ist deshalb ein ausgeprägtes Interesse gegenüber interdisziplinären-, raum- und umweltbezogenen Fragestellungen. Es werden Grundkenntnisse und Arbeitsmethoden aus allen naturwissenschaftlichen und sozio-ökonomischen Bereichen anhand sehr unterschiedlicher Räume und Probleme vermittelt. Daher ist auch der Erwerb von Grundwissen aus zahlreichen Nachbarwissenschaften (z.B. Statistik, Kartographie, Ökologie, Volkswirtschaft, Soziologie u.a.) erforderlich. Wegen des großen Anteils englischsprachiger Fachliteratur sind darüber hinaus gute Kenntnisse der englischen Sprache unerlässlich.


Die Teilbereiche der Geografie

Die Physische Geografie ist der naturwissenschaftliche Zweig, der sich mit der physischen Umwelt und den Systemzusammenhängen zwischen den natürlichen Elementen der Geosphäre befasst. Ziel ist die Erforschung der Erdoberfläche im Hinblick auf die räumliche Verbreitung und das Zusammenwirken der sie aufbauenden Komponenten. War die physische Geographie früher stärker auf die Erforschung einzelner Teilkomplexe des Naturraumes ausgerichtet, so ist heute eine verstärkte Zuwendung zu landschaftsökologischen Fragestellungen zu beobachten.

Die Anthropogeografie, oder auch Humangeografie, ist der sozio-ökonomische- und geisteswissenschaftliche Teil. Er befasst sich mit dem Menschen, seinem Lebensraum und den von ihm geschaffenen Faktoren. Ziel ist die Erarbeitung von Theorien zur Erklärung räumlicher Entwicklungsprozesse und Raumbezüge. Standen früher vor allem die vom Menschen geschaffenen Artefakte im Vordergrund (Siedlungen, Landnutzungssysteme etc.), befasst sich die Anthropogeographie heute stärker mit dem Mensch als zielgerichtet handelndes Wesen im Raum. Sie rückt sozio-kulturelle Bindungen in den Mittelpunkt des Interesses und wird somit zur Wissenschaft vom wechselseitigen Beziehungsgefüge Mensch-Umwelt in räumlicher Sicht. Ganz gleich ob Umwelt dabei natürlich oder durch den Menschen selbst geschaffen wird.